die Bürgerstiftung hat einen neuen Vorstand..
09. Oktober 2012
Die Fraktion dankt dem alten Vorstand und wünscht dem neuen Vorstand ein gutes Gelingen!
Lesen Sie bitte die SWP...
-UlmVorstand ausgetauscht
Bekannte Wirtschaftsvertreter führen künftig den Förderverein der Bürgerstiftung Neu-Ulm, an der Spitze Volksbank-Chef Werner Deubel. Bei der Wahl lief aber nicht alles rund. Es gab eine Kampfabstimmung.
Autor: CHIRIN KOLB | 09.10.2012Der Förderverein der Bürgerstiftung Neu-Ulm hat bisher zweimal für öffentliches Interesse gesorgt: bei seiner Gründung Anfang 2011 und vor wenigen Monaten, als der Vorstand über Frust und Kommunikationsschwierigkeiten mit den Führenden der Bürgerstiftung klagte (wir berichteten). Jetzt hat der Förderverein einen neuen Vorstand. Die bisherige Vorsitzende Dr. Sabrina Renz-Weinmann und fast alle ihre Mitstreiter waren nicht mehr zur Wahl angetreten.
Das habe nichts mit Frust oder Differenzen zu tun, versichert Renz-Weinmann. Im Blick auf ihren Job und ihre Familie - sie ist Geschäftsführerin der Firma Max Renz und Mutter zweier Kinder - habe sie ihr Amt als Vorsitzende immer nur als vorübergehendes Engagement betrachtet. Jetzt führt der Neu-Ulmer Volksbank-Vorstand Werner Deubel den Verein. Seine Vorstandskollegen sind TFU-Geschäftsführerin Ulrike Hudelmaier, der Unternehmer Johannes Zahn und, als einziger Verbliebener, Alfred Pfersich, Chef des gleichnamigen Fachgroßhandels. Sie wurden in der Mitgliederversammlung einstimmig und per Handzeichen gewählt.
Einzig bei der Besetzung des Beisitzerpostens gab es in der nicht öffentlichen Versammlung dem Vernehmen nach Unstimmigkeiten. Es kam zu einer Kampfabstimmung, weil zwei Kandidaten für das Amt vorgeschlagen waren: Manfred Hommel, der an dem Abend nicht anwesende Leiter der Mercedes-Niederlassung, und der FDP-Fraktionschef Dr. Alfred Schömig. Letzterer setzte sich in geheimer Wahl knapp durch, worauf sich die Versammelten darauf einigten, zwei Beisitzerposten zu besetzen.
OB Gerold Noerenberg, der im Vorfeld nach Kandidaten gesucht hatte, habe als Wahlleiter Schömig gezielt ausbremsen wollen, meinen einige. Diesen Vorwurf weist Noerenberg von sich. Er ist der Auffassung, dass sich die Politik generell aus dem engeren Vorstand heraushalten sollte, "das hat nichts mit Herrn Schömig persönlich zu tun". Alle Fraktionen seien im erweiterten Vorstand vertreten. Dass SPD-Fraktionschef Karl-Martin Wöhner in der Versammlung Schömig vorgeschlagen hatte, hält Noerenberg für einen normalen Vorgang: "Das gehört zu den zulässigen Spielregeln." Schömig selbst wollte sich auf Anfrage nicht äußern.
Die bisherige und der neue Vorsitzende freuen sich jedenfalls, dass Schömig mitmacht. "Er ist mir jetzt schon hilfreich", sagt Deubel. Am Donnerstag wird der neue Vorstand über das künftige Vorgehen beraten. Ein Projekt stehe bereits fest: Das im vergangenen Jahr abgesagte Kunstprojekt mit Kindern soll in wenigen Monaten stattfinden. Deubel: "Ich freue mich auf die Aufgabe und auf das Team."